Archiv für den Monat: Oktober 2015

Spanien Woche 3

Woche 3: Mo 26.10 – 01.11.

Auf zum Atlantik!!!!

Ich verlasse diesen schönen Fleck des Canon de Alisclo und fahre die schmale Bergstraße weiter, vorbei an Fanlo bis kurz vor Biescas, wo ich mich auf dem Campingplatz in Gavin einquartiere.

Bei Fanlo

Bei Fanlo

Herbst

Herbst

Es ist mal wieder Blog-update angesagt, was bei einem extrem langsamen WLAN eine gefühlte Ewigkeit dauert.

Baum

Baum

Am nächsten Morgen (eigentlich schon in der Nacht) regnet es. Es ist der erste Regentag, seit ich unterwegs bin!! Mittag mache ich mich auf.

Vorbei an Jaca die Autobahn entlang, Pamplona umfahrend geht es schnurstracks an den Atlantik.

Berdun auf dem Weg zum Atlantik

Berdun auf dem Weg zum Atlantik

Als Zielpunkt habe ich mir Ondarroa auserkoren, das ich gegen 17:00 erreiche und einen entspannten Platz direkt am Meer finde. Glück braucht der Mensch.

Ondarroa - Mein Platz direkt am Meer

Ondarroa – Mein Platz direkt am Meer

Den Mittwoch verbringe ich mit Strandspaziergang, Hafenrundgang, Lesen, genießen.

Ondarroa - Blick zum Hafen

Ondarroa – Blick zum Hafen

Das Wetter ist gut und so beschließe ich, noch einen Tag auf dieser Seite zu bleiben.

Der Reiseführer empfiehlt mir Santillana del Mar, angeblich das Rothenburg der Spanier.Also mache ich mich am Donnerstag auf die 3 Stündige Fahrt dorthin.

Santillana del Mar - Plaza de Major

Santillana del Mar – Plaza de Major

Santillana del Mar

Santillana del Mar

Um es kurz zu machen. Der Ort ist soweit ganz nett, aber man muss auch nicht zwingend da gewesen sein. Ich genehmige mir eine Tortilla und plane meine nächsten Aktionen. Die da heißen, ab an’s Mittelmeer.

Da das Wetter grade so schön ist, suche ich mir einen Stellplatz, nicht zu weit weg von hier, um den Tag noch entspannt ausklingen zu lassen. Und was finde ich? Einen richtig schönen Platz an einem Ort namens Carbarceno direkt an einem kleinen See (Lago del Acebo).

Cabarceno Stellplatz

Cabarceno Stellplatz

Cabarceno Srellplatz

Cabarceno Srellplatz

Was wohl - Elefanten natürlich

Was wohl – Elefanten natürlich

In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Naturparkzoo, den ich aber angesichts von 18€ Eintritt auslasse. Was ich sehe, sind Elefanten in einem riesigen Tal. Außerdem soll es da Löwen, Wölfe etc. geben, die in relativ großen Arealen untergebracht sind.

Ich verbringe einen weiteren Tag hier an diesem schönen Ort, und gedenke am Samstag endgültig Richtung Mittelmeer zu gondeln. Wird wohl 2 Tage dauern, bis ich unten bin.

Angesichts der Wetteraussichten habe ich mich entschlossen, doch noch einen Tag am Atlantik zu verbringen und bin nochmals 100km weiter in Richtung Westen gezuckelt. Es ist sehr windig hier und das Meer rumort in wilder Extase.P1030855

Spanien Woche 2

Mo/Di 19./20.10

Der Blog ist auf neuesten Stand gebracht und ich habe wieder eine etwas längere Fahrt hinter mir, die mich nach Zaragoza gebracht hat. Laut einem meiner Reiseführer soll die Stadt sehr schön und eine Reise wert sein. Wir werden sehen.

Wie üblich, bin ich über’s (Berg) Land gefahren, was naturgemäß zeit benötigt, da aber auch deutlich mehr zu sehen ist.

Unterwegs nach Zaragoza

Unterwegs nach Zaragoza

Über Tremp nach Westen und via Montanana – Benabarre nach Berbasto. Lauter Orte, die der gemeine Europäer natürlich kennt. Weiter nach Monzon – Serinena nach Zaragoza, wo ich mir wieder den Luxus eines Campingplatzes gönne. Hier ist es nicht ganz so einsam wie in den Bergen. Auffallend viele britische Wohnwagen und Mobile. Und nicht zu vergessen, die allseits beliebten gelben NL Schilder!!

Mi 21.10.

Also vorweg, Zaragoza ist selbst für einen Kulturbanausen wie mich beeindruckend. Das Zentrum ist voll von tollen Bauwerken mit Türmchen und allerlei Schnickschnack. Immerhin waren sogar mal die Mauren hier ansässig.

15-10-21 01 Zaragoza

Turm in Zaragoza

Allerdings, am meisten hat mich die Kathedrale beeindruckt. Sowohl außen als auch im Innern. Unglaublich, was da ein Reichtum drin steckt.

Plaza de Pillar mit Kathedrale

Plaza de Pillar mit Kathedrale

Kleine Impression von der Kathedrale von innen

Kleine Impression von der Kathedrale von innen

Die Besichtigungsrunde hat so um die 3 Stunden gedauert, dann haben mir auch die Füße ausreichend weh getan und so war ich froh nach einer halben Stunde Busfahrt wieder am Campingplatz zu sein.

Do 22.10.

Es ist wieder an der Zeit, den Bergen einen Besuch abzustatten.

Über die Autobahn nach Huesca, weiter in östlicher Richtung bis Barbasto.

Namenlose Burg bei Berbasto

Namenlose Burg bei Berbasto

Ab hier sind auch die Straßen wieder sehr bergangepasst und so fahre ich nordwärts bis Benasque. Da ich ein recht gehfauler Mensch bin, fahre ich bis zum letzten Parkplatz auf 1890m Höhe. Der Ort heißt La Besurta und die Zufahrt führt zum Teil über unbefestigte Straßen. Hier ist nun mein Ausgangspunkt für die geplante Besteigung des Pico de Paderna auf 2621m. Hier habe ich zum ersten Mal kein Handyempfang! Und das Wetter ist schlecht, Nieselregen und Wind.

Fr 23.10.

Als ich aufstehe, ist der Himmel wolkenlos.

Der erste Teil der Tour führt über einen guten Pfad zum Ref. de la Renclusa auf 2140m.

Der Weg

Der Weg

Weiter in Richtung Ziel ist der Weg nicht mehr so ausgeprägt und markiert, so dass ich ihn gelegentlich verliere, aber auch schnell wieder finde. Es geht in ein schönes Hochtal hinein und nach einem kurzen, etwas steileren Anstieg erreiche ein weiteres Tal mit einem toll mäandernden Bach, kleinen Seen und viel Biotop. Eine wunderschöne Landschaft.

Pico de Paderna

Pico de Paderna

Pico de Paderna Abstiegsbiotop

Pico de Paderna Abstiegsbiotop

Auch schiebt sich das Ziel mittlerweile markant ins Blickfeld. Nach durchqueren eines Blockfeldes zieht der Hang deutlich steiler in den Sattel „Collado de Paderna“ auf 2504m. Von hier ist nicht mehr weit über den Südrücken zum Gipfel, den ich nach 2:20 erreiche. Wieder einmal bin ich vollkommen allein am Berg und genieße Ruhe und Aussicht bevor ich mich wieder an den Abstieg mache.

Sa/So 24./25.10.

Zur nächsten Bergtour ist es nicht allzu weit, so lasse ich mir Zeit. Wieder einmal finde ich einen schönen, ruhigen Platz direkt am Ausgangspunkt der Tour. Wobei die Zufahrt durch über die enge Bergstraße von Escalona zum Canon de Anisclo, auch wegen des gelegentlichen Gegenverkehrs nicht „ohne“ war. Der Canon scheint recht eindrucksvoll zu sein. Zumindest ist er gut besucht.

Canon de Anisclo

Canon de Anisclo

Die Tour auf den Sestrales Bajo wird so charakterisiert:

Packender Aufstieg zum Hochplateau über dem Anisclo-Canyon. Die steilen Türme, Flanken und Zinnen scheinen jeden Anstieg … zu verwehren. Doch auf einem spannenden und abwechslungsreichen Weg, der die Gesimse, Scharten und Felskanäle klug ausnutzt, gelangt man auf den weit gezogenen Rücken der Sestrales mit einer ausgeprägten Karstlandschaft. Die Aussicht über den Aniscli-Canyon, die vertikalen Mondotot-Abbrüche und den Nationalpark sind erstklassig.“ Na dann, nichts wie hin!!

Und die Tour hält, was der Führer verspricht.

Der Weg

Der Weg

Sestrales Bajo - der nächste Balkon wartet

Sestrales Bajo – der nächste Balkon wartet

Abwechslungsreiche, z.T. spannende Wegführung, ausgesetzte Passagen, tolle Ausblicke, leichte Klettereien und ein riesiges Gipfelplateau.

Sestrales Bajo - Rückschau

Sestrales Bajo – Rückschau

Was er verschweigt sind die Geier, die mich mittlerweile bei allen Touren begleiten. Speziell auf dem Gipfel war es faszinierend, diesen Vögeln zu zuschauen. Im Abstand von geschätzten 50m flogen sie über mir, und neben mir auf gleicher Höhe und sogar tiefer. Allerdings musste ich feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, diese Riesenvögel mit einer einfachen Kamera zu fotografieren.

Unter Geiern

Unter Geiern

Mal wieder ein toller Tag, eine extrem einsame Tour (wie meistens treffe ich sonst niemand am Berg) auf einen schönen Berg. Voilà. Da kann ich den Abend in aller Ruhe und Zufriedenheit ausklingen lassen.